S7 Strategische Arbeitsgebiete

Bereiche Details

I. Richtungsweisende Festlegung
S7 Mit der Bezeichnung von strategischen Arbeitsgebieten werden zusammenhängende grössere Flächen festgelegt, welche für die Ansiedlung von Grossbetrieben mit einem hohen volkswirtschaftlichen Nutzen geeignet sind und für diesen Zweck reserviert werden. Ziel ist es, die strategischen Arbeitsgebiete so vorzubereiten, dass sie im konkreten Bedarfsfall rasch planerisch abgeschlossen und baulich realisiert werden können.
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II. Erläuterungen
Abstimmungsbedarf

Regelmässig suchen international tätige Grossunternehmen in der Schweiz Standorte für die Ansiedlung von Produktionsstätten (z.B. Swatch-Mobil 1994, Amgen 2004). Die Ansiedlung solcher Unternehmen kann dem Wirtschaftsstandort Luzern wichtige Impulse verleihen. Ausserdem sind auch nationale Unternehmen an Standorten für grossflächige Industrieanlagen interessiert.

Im Kanton Luzern fehlt ein Angebot an Standorten, die das Anforderungsprofil solcher Unternehmungen erfüllen. Die planerische Vorbereitung dauert zu lange und ist mit tatsächlichen sowie rechtlichen Unsicherheiten verbunden. Selbst wenn auch in Zukunft für derartige Anlagen kaum eine regelmässig hohe Nachfrage besteht, hat bereits ein möglicher Einzelfall weitreichende Auswirkung auf die räumliche Entwicklung (Nutzungsordnung, Erschliessung, Umwelt).

Mit den strategischen Arbeitsgebieten sollen Flächen planerisch, rechtlich und eigentumsmässig so gesichert werden, dass sie für die Ansiedlung von nationalen oder internationalen Grossbetrieben geeignet sind und im konkreten Bedarfsfall kurzfristig verfügbar gemacht werden können. Sie sollen für diesen Verwendungszweck reserviert werden und stellen keine Reserven für die sukzessive Ausdehnung der regulären Bauzonen (Arbeitszonen) dar, da die Flächen nicht eingezont werden, bevor ein konkreter Interessent vorhanden ist.
Angestrebte räumliche Entwicklung

Ziel ist die Ansiedlung eines oder mehrerer strategischer Unternehmen an raumplanerisch geeigneten Standorten. Dazu nötig ist sowohl die Festlegung von Anforderungen an die Unternehmen (u.a. Nutzungsprofil) als auch eine Bewertung der Standorte bezüglich Standortattraktivität.

Es werden folgende acht mögliche Standorte aufgrund der Grösse, Lage und Erschliessung überprüft:

  • Gisikon-Root Südwest (Gemeinde Inwil)
  • Gisikon-Root Nordwest (Gemeinde Inwil)
  • Inwil Schweissmatt (Gemeinde Inwil)
  • Rothenburg Südwest (Gemeinden Rothenburg, Emmen)
  • Sursee Nordost (Gemeinden Schenkon, Sursee)
  • Dagmersellen West (Gemeinden Altishofen, Dagmersellen)
  • Reiden Süd (Gemeinde Reiden)
  • Reiden Südost (Gemeinde Reiden)
Mögliche Standorte für strategische Arbeitsgebiete

Abbildung 9: Mögliche Standorte für strategische Arbeitsgebiete

Bereiche Details
  Der Standort Honrich in der Gemeinde Sempach weist eine geringere Fläche als die anderen Standorte auf.
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III. Koordinationsaufgaben

Querverweise:
R1-3
R3-1
R7-2
S1-5
S6-1
S7-2
S8-1
M3-1 bis M3-3
M5-1 bis M5-6
M6-1 bis M6-3
E5-2

S7-1 Strategische Arbeitsgebiete

Strategische Arbeitsgebiete sind planungsrechtlich gesicherte Areale, welche ausschliesslich für die Ansiedlung von volkswirtschaftlich bedeutenden Grossbetrieben vorbereitet werden. Sie werden im kantonalen Richtplan bezeichnet. Standorte solcher strategischer Arbeitsgebiete sollen folgende Kriterien kumulativ erfüllen:

  • grosse, zusammenhängende Fläche
  • auf der Hauptentwicklungsachse liegend
  • geeignetes, gut erschlossenes oder erschliessbares Gelände, insbesondere mit unmittelbarer Autobahnanbindung für den Güterverkehr und/oder mit Gleisanschluss
  • Kooperationsvereinbarung zwischen Standortgemeinde, Kanton und Grundeigentümerinnen und -eigentümer
Federführung: rawi
Beteiligte: Gemeinden, Wirtschaftsförderung Luzern, Grundeigentümer, RET, Kantone AG und ZG
Koordinationsstand: Vororientierung
Priorität / Zeitraum: B/E
 

Querverweise:
R1-3
S1-5
S7-1

S7-2 Strategische Unternehmen

Strategische Unternehmen sind national oder international tätige Grossunternehmen, deren Ansiedlung mit einem hohen volkswirtschaftlichen Nutzen verbunden ist. Bei deren Beurteilung hinsichtlich der strategischen Bedeutung sind folgende Kriterien kumulativ anzuwenden:

  • Schaffung einer hohen Anzahl qualifizierter Arbeitsplätze und einer möglichst hohen Wertschöpfung
  • grossflächige Betriebe, die aufgrund ihres Flächenbedarfs nicht in den bestehenden Bauzonen angesiedelt werden können.
Federführung: Wirtschaftsförderung Luzern
Beteiligte: rawi, Gemeinden, RET, Dritte
Koordinationsstand: Zwischenergebnis
Priorität / Zeitraum: A/E
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